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Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V. informiert: |
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Inklusion statt Ausgrenzung: „Wir sind kein Sparfaktor!“ | |||
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Stuttgart, 06.05.2026 – Es ist kalt, nass und ungemütlich. Ausgerechnet zu Beginn der Kundgebung „Inklusion ist kein Sparmodell!“ setzte der Regen ein. Mehr als 500 Menschen mit und ohne Behinderung sind auf den Kronprinzplatz in der Stuttgarter Innenstadt gekommen, um gemeinsam mit der Landesbehindertenbeauftragten Nora Welsch gegen geplante Kürzungen bei den Hilfen für Menschen mit Behinderungen zu protestieren. Im Gepäck dabei: jede Menge Angst, Wut und Entschlossenheit, sich gegen Kürzungen zu wehren. ![]() Die Botschaft ist klar: „Menschen sind keine Kostenfaktoren.“
Klare Botschaften werden auf der Bühne formuliert und bei den Teilnehmern der Kundgebung. Landesbehindertenbeauftragte Nora Welsch bringt es auf den Punkt: „Wir führen kaum noch Inklusionsdebatten sondern nur noch Spardebatten.“ Es geht um die Notwendigkeit von Assistenzkräften und mehr. „Inklusion kostet Geld. Aber wissen Sie, was wirklich teuer ist? Ausgrenzung ist teuer.“ Dazu passen Plakate wie „Inklusion statt Ausgrenzung“ oder „Nett hier. Aber leider nicht für alle in the länd.“ Bei den teilnehmenden Menschen mit Behinderungen geht es um das selbstbestimmte Wohnen in der eigenen Wohnung, um angemessene Bezahlung für die Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen, um Assitenz in der Freizeit, Persönliches Budget, das Recht auf Bildung, Barrierefreiheit. Die Liste der Anliegen ist lang – und doch bleiben bei der Kundgebung die Menschen mit Behinderungen, ihre Familien und Freunde fast unter sich. Im Regen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl immer stärker. ![]() Zum Beginn der Kundgebung setzte der Regen ein. Das konnte Bundesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel nicht davon abhalten, klare Worte zu finden und die Sparvorschläge bei Hilfen für Menschen mit Behinderungen zu kritisieren. Foto © Emily Ernst
„Ich bin nicht allein mit meiner Wut, mit meinen Anliegen. Das tut gut. Ich sehe, dass es anderen aus anderen Städten auch ähnlich geht“, meinte eine Teilnehmerin im Rollstuhl. „Wir sind Menschen wie Du und ich – und keine Kostenfaktoren!“ Viele Mitglieder des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg waren ebenfalls vor Ort. Für die Stuttgarter Mitglieder ist vor allem die aktuelle Kürzung der freiwilligen Taxigutscheine ein massiver Eingriff in ihren Alltag. „Scheiße! Man kommt nicht in die Stadt. Oder zum VfB. Man kann nicht Bus und Bahn fahren. Man braucht Taxigutscheine. Das hat mit Inklusion nichts zu tun! Wir brauchen Inklusion! Inklusion ist wichtig!“ ![]() Dicht gedrängt standen Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite, formulieren Forderungen und waren für alle sichtbar, denn: „Wir sind Viele.“
„Inklusion und Demokratie gehören untrennbar zusammen“, so der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel, der aus Berlin nach Stuttgart gereist ist. Auch er kritisiert die Spardebatte scharf. „Es ist zwar Geld da, um die Spritpreise für zwei Monate zu senken, aber komischerweise ist kein Geld da, wenn es um Menschenrechte geht.“ Er forderte dazu auf, bei der völlig überbordenden Bürokratie zu sparen. ![]() „Nett hier. Aber leider net für alle in the länd.“ Protestplakate tragen einfache und eindeutige Botschaften. Foto © Emily Ernst
v.i.S.d.P: Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin | |||
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Quelle: www.lv-koerperbehinderte-bw.de/n/c1-0.php Datum: 29.05.2026 / 21.00 Uhr |
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